Spiritualität im Zeichen der leer gewordenen Mitte. Philosophische und systematisch-theologische Reflexionen zu gewöhnlichen Alltagserfahrungen, indirek­ten Glaubenserfahrungen und unmittelbaren Gotteserfahrungen in postchristlichen Zeiten

Prof. Dr. Ulrich Engel OP

Veranstaltungsnummer 022604

Zumeist verlaufen religiöse Erfahrungen nicht so spektakulär wie das Damaskus-Erlebnis des Saulus, das ihn quasi über Nacht zum Apostel Paulus konvertierte. Heute erleben wir einen grundlegenden Paradigmenwechsel: die altbewährte „Christentümlichkeit“ zerfällt – scheinbar unwiderruflich. Diese Entwicklung zwingt uns, von Grund auf nach neuen, zeitgenössischen Gestalten christlicher Glaubenserfahrung und -praxis Ausschau zu halten. Allen religiösen Erfahrungen aber – ob kirchlich gerahmt oder frei flottierend – liegt phänome­nologisch die gleiche Struktur zugrunde, insofern sie krisenhaft, erhel­lend, unverfügbar und zukunftsweisend sind. Die Vorlesung wird religiöse Erfahrungen unter philosophischen und systematisch-theologischen Gesichtspunkten nä­her betrachten. Denn auch Theologie „hat eher mit Fahren und Gefah­ren, d. h. mit Er-fahrung zu tun als mit dem Sitzen, Katalogisieren und Rubrizieren.“ (Tiemo R. Peters OP)



Termine: 

Mittwoch, 19:15–20:45 (21.10., 28.10., 04.11., 25.11., 09.12., 16.12.2026, 06.01., 13.01., 20.01., 27.01., 03.02., 10.02.2027)

Anmeldung als Gasthörer

Anmeldung Lizenziat

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Ihre Gasthörergebühr beträgt insgesamt 50,- €

Ihre Gasthörergebühr beträgt insgesamt 70,- €

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